Infos über mein 3D-Modell vom Aschaffenburger Schloss Johannisburg

http://sketchup.google.com/3dwarehouse/details?mid=76b4fc097ce51371868c792d8128aecd (vereinfachtes Modell)

http://sketchup.google.com/3dwarehouse/details?mid=e6a65fc7d7f785bcad7e15ad26a62346(vollständiges Modell)

Virtueller Kameraflug um das Schloss: http://youtube.com/watch?v=JuG1Jy5mpE4

Weitere Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Johannisburg


»Das schönste Gebäude, das ich kenne«

Der Mömbriser Andreas Frisch hat für Google Earth eine 3D-Grafik des Aschaffenburger Schlosses entworfen

Mömbris.
Das Aschaffenburger Schloss ist zwar nicht so berühmt wie Eiffelturm, Colosseum oder Reichstag - doch eins hat es mit diesen Gebäuden gemeinsam: Es existiert eine 3D-Ansicht für das Internet-Programm Google Earth, mit dem man am Computer die Erde von oben ansehen kann. Gestaltet hat die Grafik der 25-jährige Andreas Frisch aus dem Mömbriser Ortsteil Heimbach.

Google Earth - der Name der Software ist inzwischen fast jedem Internet-Nutzer ein Begriff: Aneinandergefügte Satellitenbilder zeigen die Erde von oben, man kann Städte heranzoomen, gar einzelne Häuser betrachten. Eine Neuentwicklung ist die Dreidimensionalität: »Es werden immer mehr Gebäude in 3D eingefügt, so dass man sie nicht nur wie platt gedrückt von oben sieht, sondern am Computer quasi um sie herumfliegen kann«, sagt Andreas Frisch. Vor wenigen Monaten hat der junge Mömbriser sein Studium der Elektro- und Informationstechnik an der Fachhochschule Aschaffenburg abgeschlossen. »Nach dem Prüfungsstress brauchte ich erst einmal eine Auszeit.« Diese hat er genutzt, um in vierwöchiger Arbeit das Aschaffenburger Schloss am PC nachzubilden - in 3D, so originalgetreu wie möglich.

Zehn Stunden täglich vor dem PC

Die Software, die man dazu braucht, lädt er sich im Internet herunter, bringt sich in Videolehrgängen das nötige Know-how bei, setzt sich mit der Bayerischen Schlösserverwaltung in Verbindung, die ihm erlaubt, im Hochbauamt Aschaffenburg die Feuerwehr-Einsatzpläne des Schlosses Johannisburg zu kopieren. »Hier sind nämlich die genauen Abmessungen und Turmhöhen verzeichnet«, erklärt Frisch, der im Durchschnitt zehn Stunden am Tag sein 3D-Modell des Schlosses am PC modelliert.

Sein 31-jähriger Partner Justin macht derweil Fotos, Dutzende, Hunderte, das Schloss von allen Seiten, aus allen Perspektiven - Andreas setzt sie zu Hause zusammen, setzt nächtelang kleinste Details wie Reliefs, Fenster-Ornamente und die fein gearbeitete Schlossuhr an die richtige Stelle.

Wozu dieser Aufwand, für den ihn niemand bezahlt? »Ich arbeite gern am Computer«, sagt der 25-Jährige, »und das Schloss Johannisburg ist das schönste Gebäude, das ich kenne. Jeden Aschaffenburg-Besucher führe ich zuerst zum Schloss und erzähle ihm dessen Geschichte.« Er sei schon zufrieden, wenn er mit seiner Grafik Menschen animieren könne, »mal selbst nach Aschaffenburg zu fahren und sich dieses tolle Bauwerk anzusehen«.

Gerade hat er sein Modell hochgeladen, nun wird es von den Betreibern von Google Earth auf Qualität geprüft und erscheint wohl im Laufe der nächsten Tage im Internet.

»Ich freue mich, dass ich das geschafft habe«, sagt Andreas Frisch, »denn es gibt noch nicht allzu viele Gebäude aus der Region, die man sich in 3D anschauen kann.« Bislang existierten die Frankfurter Skyline, der Würzburger Dom, drei Geschäftshäuser in Mainaschaff, der Schlot im Leiderer Hafen (den es nur noch virtuell gibt - der echte wurde gesprengt) und ein Reihenhaus in der Schillerstraße.

Ronneburg neue Herausforderung?

»Jetzt habe ich aber erst mal genug von der ganzen Kleinarbeit am Computer«, sagt Frisch - und fügt nach kurzer Überlegung an, er sei vor kurzem auf der Ronneburg gewesen: »Die Ronneburg hat mich wirklich fasziniert, denn sie ist von der Geometrie her komplizierter als das Aschaffenburger Schloss. Und sie gibt es noch nicht in Google Earth?«
Text und Foto: Susanne Hasenstab

Das 3D-Modell von Schloss Johannisburg befindet sich in der 3D-Galerie des Programms Google Sketchup und ist dort zum Beispiel über den Suchbegriff »Aschaffenburg« zu finden: http://sketchup.google.com/3dwarehouse/

Erschienen am 23.07.2007 im Main-Echo Aschaffenburg, mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

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